Cheers im Pfeifndurla

Ab Freitag, den 03.06.2016 steht das Durla wieder offen für Neugierige Bier- und Grillbegeisterte. Schon vor der Schließung zu Pfingsten beschlossen wir nicht zuzulassen, dass eine der schönsten Lokalitäten der Altstadt dem Streit um die Öffnungszeiten zum Opfer fällt. Wir freuen uns deshalb umso mehr weiterhin Schmankerl vom Grill und aus dem Hahn anbieten zu können. Wer also Sehnsucht nach einem gemütlichen Plätzchen am offenen Holzofengrill oder Tagsüber auf der sonnigen Terrasse verspürt, ist herzlichst willkommen bei uns zu verweilen.

Das Durla

Die Geschichte des Pfeifndurla, frei nach unserem hoch geschätztem Harald Walter. „Wir danken dir für all deine Unterstützung.“

Das Pfeifndurla war ein in Fürth 1847 geborenes Original mit bürgerlichen Namen Doris Kraus. Hauptsächlich hielt Sie sich in den alten Stadtteilen St. Michael und am Gänsberg auf. Das Pfeifndurla war eine notorische Pfeifenraucherin. Da Sie aber zeitlebens nie einer geregelten Arbeit nachging musste Sie sich Tabak oder Geld erbetteln. Die aus heutigen Erkenntnissen eher geistig zurückgebliebene zeigte bei erfolgreichem Schnorren erstaunliche Galans und Freundlichkeit. War Ihr betteln nicht von Erfolg gekrönt konnte Sie schimpfen wie ein Rohrspatz. Dies führte dazu das Sie während der Michaelis Kirchweih - die damals schon ein Besuchermagnet war - in der Städtischen Verwahrungsanstalt den Kirchweihgästen vorenthalten wurde. In einem Anfall von Jähzorn zerstörte Sie Ihre lange Jahre Dienst tuende Pfeife mittels an die Wand werfen ( fränk. ugspr : brellen). Nach zwei entbehrungsreichen und rauchfreien Jahre bekam Sie - ausgerechnet von Gästen aus der östlichen Vorstadt - eine neue Pfeife, Tabak und ein für damalige Verhältnisse ordentliche Summe Geld ( die Tabaksteuer kannte man damals noch nicht). Diese Pfeife befindet sich als Dauerleihobjekt streng gesichert in unserem Lokal. Somit konnte das Pfeifndurla bis zu Ihrem jähen Lebensende das im Jahre 1927 war - Ihrer großer Rauchleidenschaft ausgiebigst nachgehen. Arbeiten war der kleinen, untersetzten Frau zeitlebens eine Tätigkeit die Sie nur vom Hörensagen kannte. Immerhin erlebte Sie zwei Meisterschaften der hiesigen SpVgg. Weit über 80 Jahre nach der Pfeifndurla Zeit haben wir das unglaubliche Privileg vergleichbare Erfolge der SpVgg zu erleben. Das untige Bild zeigt das Pfeifndurla auf der damaligen Würzburger Brücke in voller Sonntagsmontur und ausnahmsweise ohne Pfeife und Stock.

Speisen & Getränke